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Angstattacken

Wie äußern sich Angstattacken?

Angstattacken sind kurzzeitige (meist nicht mehr als 30 Minuten andauernde), nicht kontrollierbare, heftige Panikattacken die entweder unvorhersehbar oder bei bestimmten, wiederkehrenden Situationen auftreten.

Als Symptome dieser Angststörungen, die bei jedem Patienten individuell ausgeprägt sind gelten:

  • unkontrollierbare Panik
  • das Bedürfnis sofort Hilfe zu erhalten
  • Schwindel und Schwäche in der Magengegend
  • Angst gleich ohnmächtig zu werden
  • Atemstörungen, Herzrasen und Zittern der Hände
  • Enge und Beklemmungsgefühle
  • Schweißausbrüche oder Kälteschauer
  • trockener Mund

Bei wiederholten Angstattacken kommt noch die Panik vor der nächsten Attacke hinzu.

Die Ursachen von Angstattacken:

Die Ursache der Panikattacken liegt in einer beim Patienten bestehenden Angststörung.
Auslöser derartiger Angsterkrankungen sind oft extreme psychische Belastungen, großer Stress, Drogenkonsum, traumatische Ereignisse, oder unverarbeitete Konflikte.
Meist liegen bei den Patienten frühkindliche Probleme vor, wenn ihnen als Kind die Anerkennung der Eltern oder Erziehungsberechtigten versagt blieb. Die Erkrankten beschreiben dabei ihre Eltern als überkritisch oder kontrollierend.

Hinweis: Oft bekommen Menschen, die ein niedriges Selbstwertgefühl haben, in einer Situation, in der eine Bewertung ihrer Arbeit oder ihrer Person ansteht, Angstattacken. Sie fürchten sich davor abgelehnt oder kritisiert zu werden.

Verhalten von Patienten mit Angstattacken:

Meist handelt es sich um nette, freundliche Personen, die nicht auffallen. Sie leben meist sehr zurückgezogen. Es gibt kaum Kontakte mit dem anderen Geschlecht, Menschen die sie nicht kennen, meiden sie.

Was tun bei PanikattackenGleichzeitig besteht aber eine große Sehnsucht nach Anerkennung und Zuwendung, was oftmals in Depressionen und Schlafstörungen endet.
Gibt es einen Partner, klammern sich die Betroffenen an ihn und überfordern ihn, was wiederum oft zum Scheitern der Beziehung führt. Die Angst den Ansprüchen des Partners nicht gewachsen zu sein, zeigt sich auch in sexuellen Störungen. Viele Patienten zeigen das für die Krankheit typische Vermeidungsverhalten oder machen sich von Medikamenten, die sie beruhigen, abhängig.
Bei Schulkindern kann sich eine Angststörung etwa durch Panik vor dem Schulalltag mit gleichzeitigen Kopf- und Bauchschmerzen äußern. Wenn intelligente Kinder stets bei Prüfungen versagen, sollte man an eine soziale Phobie denken.

Therapien gegen die Angstattacken:

Vorerst ist auszuschließen, dass die Angstattacken in Zusammenhang mit einer anderen Erkrankung stehen. Ist dies nicht der Fall sollte psychotherapeutische Hilfe in Anspruch genommen werden.

AngstattackenWichtig ist, dass der Betroffene, einen Psychiater oder Psychotherapeuten wählt, der ihm sympathisch ist und zu dem er Vertrauen aufbauen kann.
Der erste Schritt der Therapie besteht darin, den Patienten zu ermutigen, seine Ängste zuzulassen. Der Therapeut wird in Gesprächen herauszufinden, ob die Ursachen in einem Kindheitstrauma liegen oder mangelnde Selbstliebe vorliegt. Im Rahmen der Therapiestunden wird danach an der Entwicklung der Persönlichkeit gearbeitet und dem Patienten immer wieder kleine Aufgaben gestellt, die seine Unsicherheit überwinden helfen sollen.
Manchmal werden zusätzlich zu den Gesprächen, bestimmte Antidepressiva während der Therapie eingesetzt. Diese werden dann oft für etwa 6 Monate eingenommen und dann schleichend reduziert.

Was kann man selbst gegen Angstattacken tun?

Ungünstig ist es, einfach nichts zu tun und Angstattacken auslösende Situationen einfach nur zu vermeiden. Der Patient sollte versuchen, sich um positive Seiten des Lebens zu kümmern, ein Hobby in dem er gut ist, mit anderen gemeinsam ausüben, all das machen, was ihm Freude bringt und Selbstwert schenkt. Angststörungen basieren meist auf Problemen, die ungelöst sind. Durchforstet der Betroffene sein Umfeld, kommt er vielleicht auf das ein oder andere, dass er ändern kann (Jobwechsel, Partnerwechsel, neue Wege beschreiten).

Wenn-dann Sätze einüben und versuchen sie anzuwenden.

Ein Patient könnte z.B. formulieren:
Wenn ich bemerke, dass ich Angst bekomme löse ich ein Rätsel (singe ich ein Lied) und belohne mich anschließend mit einer Tasse Kaffee.

Angststörung SymptomeOder: Wenn ich bemerke, dass mein Herz zu rasen beginnt und mir schwindlig wird, denke ich an einen Urlaub am Meer, spüre die Meeresbrise auf meiner Haut und beginne mich entspannt und wohl zu fühlen.

Im Falle von Angstattacken sollte der Betroffene versuchen sich auf seinen Atem zu konzentrieren. Tief mit geöffneten Lippen einatmen, den Brustkorb weit machen und lang und ruhig ausatmen. Diese Atemtechnik wirkt beruhigend.

Treten Angstattacken vornehmlich in der Nacht auf, Licht machen und sich ablenken. Die Startauslöser finden. Meist beginnen Angstattacken nach einem Muster. Der Patient denkt z.B. „Das schaffe ich nicht“ – und schon beginnt die Panik.

Hierzu muss das Denken umprogrammiert werden. Sobald der Gedanke auftaucht – sollte ein neuer positiver Leitsatz Platz greifen – Z.B. „Ich werde dass mit Bravour lösen / Heute zeige ich ihnen was ich kann“.


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