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Angststörung

Angststörungen sind ein ernstes Problem, von dem allein in Deutschland viele Menschen betroffen sind. Die Krankheit führt zu Unwohlsein und Angst unter verschiedenen Umständen und Bedingungen, obwohl in der Realität keine Gefahr für die betroffene Person besteht. Doch was verbirgt sich eigentlich genau hinter der Angststörung? Was kann man dagegen tun? Darum geht es im folgenden Artikel.

Angststörung – was ist das?

AngststörungBei dem Begriff Angststörung handelt es sich zunächst einmal nicht um eine spezifische Krankheit. Vielmehr ist das Wort ein Sammelbegriff, in dem die verschiedenen Krankheitsbilder aus dem Bereich der Ängste zusammengefasst werden.

Die Gemeinsamkeit aller dieser Krankheiten ist eine exzessive und übertriebene Angstreaktion, obwohl keine wirklich äußere Bedrohung vorliegt. Heute werden Angststörungen allgemein in zwei verschiedene Formen unterteilt. Diese sind diffuse Angststörungen und Phobien.

Diffuse Angststörungen

Bei der diffusen oder unspezifischen Angststörungen treten die Ängste spontan und oftmals ohne eine besondere Vorwarnung auf. Auch eine bestimmte Situation kann hier nicht als Auslöser genannt werden. Dinge die heute völlig normal waren, können bereits morgen plötzlich zu starken Ängsten führen. Das macht die diffuse Angststörung besonders tückisch, da man sich auf diese nur sehr begrenzt einstellen bzw. vorbereiten kann. Die Angst tritt plötzlich und völlig unerwartet auf.

Phobien

PhobienBei einer Phobie handelt es sich – anders als bei der diffusen Angststörung – um eine ganz spezifische Angst. Eine Phobie wird in einer bestimmten Situation, eines besonderen Ereignisses oder auch durch bestimmte Objekte ausgelöst. Einige bekannte Beispiele aus diesem Bereich der Angststörung sind zum Beispiel die Platzangst oder Klaustrophobie oder auch die Angst vor Spinnen. Im Gegensatz zu diffusen Angststörungen kann man die Phobien in den meisten Fällen relativ gut kontrollieren bzw. sich auf diese einstellen, indem man bestimmte, angstauslösende Situation vermeidet. Wer zum Beispiel unter Platzangst leidet, der hält sich wann immer es geht von engen Räumen fern. Statt des Fahrstuhls nutzt man lieber die Treppe.

Wie werden Angststörungen diagnostiziert?

Das Vorliegen einer Angststörung wird den Betroffenen meist selbst schnell klar. Sie verspüren häufige und plötzliche Angst oder Ängste, die durch bestimmte Situationen ausgelöst werden. Geht man mit seiner Sorge zum Arzt, dann kann dieser durch Gespräche und evtl. durch das Nachstellen von bestimmten Situationen die Angststörung feststellen und bestätigen. Hinweise kommen zudem auch oftmals aus dem eigenen persönlichen oder beruflichen Umfeld. Den Mitmenschen fällt auf, dass mit den betreffenden Personen etwas nicht stimmt, sprechen mit ihnen und legen ihnen nahe zum Arzt bzw. zum Psychologen zu gehen.

Was kann man gegen Angststörungen tun?

Was man gegen eine Angststörung tun kann, lässt sich pauschal nicht sagen. Vielmehr hängt die Antwort davon ab, um welche Art von Angststörung es sich handelt und wie stark diese ausgeprägt ist.

PlatzangstViele Menschen, die zum Beispiel unter Platzangst leiden, meiden enge Räume oder Situationen die Panik auslösen. Wie bei allen Phobien wissen sie ziemlich genau, welche Dinge ihnen Angst machen und können diese vermeiden. In den meisten Fällen ist daher für diese Menschen keine besondere Behandlung nötig. Dennoch ist es unter Umständen ratsam, sich an einen Psychologen zu wenden. Sind Phobien so stark, dass sie sich nicht allein in den Griff bekommen lassen, dann werden durch den Psychologen in der Regel Medikamente, wie etwa Psychopharmaka verschrieben.

Anders sieht das bei diffusen Angststörungen aus. Diese lassen sich oftmals nur durch Medikamente einigermaßen in den Griff bekommen. Dennoch bekommen die betroffenen Personen oft auch trotz der Einnahme von Tabletten immer noch Ängste und Panikattacken. Unter Umständen haben sie daher zusätzlich neben den täglichen Pharmazeutika auch ein Notfallmedikament.

Eine sehr einfache Möglichkeit, um die Angst in den Griff zu bekommen, kann man aber – zusätzlich – ganz allein angehen. Man kann lernen mit der Angst umzugehen bzw. diese in den Griff zu kommen. Leidet man unter Platzangst, dann kann man sich entsprechend vorbereiten und sich selbst langsam und Stück für Stück in einen engen Raum begeben. Dabei kann man sich auch von einem Freund, dem Partner oder einem Familienangehörigen begleiten lassen.

Hinweis: Wichtig ist es dabei jedoch, dass man kleine Schritte macht und sich nicht selbst übernimmt. Auch kleine Erfolge sollte man sich zudem belohnen.

Sind Angststörungen heilbar?

Diese Frage stellen sich viele Betroffenen und deren Angehörige. Sie lässt sich jedoch leider nicht pauschal beantworten. Zum Einen kommt es darauf an, um welche Art von Angst es sich handelt, zum Anderen spielt auch der Mensch selbst eine wichtige Rolle. Für die Behandlung ist in jedem Fall eine psychologische Betreuung erforderlich. Sie kann dabei helfen, die Angst in den Griff zu bekommen oder gar zu überwinden. Weniger ausgeprägte Phobien kann man hingegen mit etwas Willen und Kraft sowie mit einem bisschen Übung in vielen Fällen auch selbst in den Griff bekommen.


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