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Panikstörung

Symptome, Behandlung und Tipps gegen die Angststörung

Wenn Sie jemals einen plötzlichen Anstieg überwältigender Angst erlebt haben, dann kennen Sie das Gefühl einer Panikattacke. Das Herz pocht, der Atem setzt aus und Sie haben eventuell das Gefühl, als würden Sie sterben. Haben Sie regelmäßig Panikattacken, dann leiden Sie mit größter Wahrscheinlichkeit unter einer Panikstörung.

Diese Form einer Angststörung kann geheilt werden, doch es ist wichtig, dass Sie sich schnellstmöglich Hilfe suchen. Mit der richtigen Behandlung und Ihrem eigenen Einsatz können Sie die Symptome dieser Angststörung reduzieren oder ganz beseitigen und die Kontrolle über Ihr Leben zurückgewinnen.

Was ist eine Panikattacke?

Eine Panikattacke ist eine intensive Angstwelle, die durch ihre unerwartete Intensität gekennzeichnet ist. Panikattacken kommen oft ohne Vorwarnung und manchmal ohne eindeutigen Auslöser. Sie können sogar auftreten, wenn es Ihnen eigentlich gut geht und Sie entspannt sind.

Hinweis: Panikattacken werden meist durch eine ganz bestimmte Situation ausgelöst. Das sind normalerweise Situationen, in denen Sie sich dann bedroht fühlen oder denen Sie nicht entkommen können.

Was sind die Anzeichen und Symptome einer Panikattacke?

Die Anzeichen einer Panikattacke entstehen schlagartig und erreichen meist innerhalb von 10 Minuten ihren höchsten Punkt. Sie dauern selten mehr als eine Stunde, wobei die meisten innerhalb von 15 bis 30 Minuten enden. Panikattacken können überall und zu jeder Zeit passieren.

Die Symptome einer Panikattacke sind:

  • Kurzatmigkeit
  • Hyperventilation
  • Rasendes Herz
  • Schmerzen in der Brust
  • Zittern
  • Schwitzen
  • Benommenheit bis hin zur Ohnmacht
  • Unwohlsein
  • Taubheit

Was sind die Ursachen einer Panikstörung?

Eine Panikstörung ist gekennzeichnet durch wiederholte Panikattacken, kombiniert mit starken Verhaltensänderungen oder andauernder Angst vor weiteren Attacken. Wenn Sie unter einer Panikstörung leiden, können die wiederkehrenden Panikattacken ein emotionaler Ballast für Sie werden.

PanikstörungWenn Sie immer an die intensive Angst denken müssen, die Sie bei Ihren Attacken verspüren, kann das Ihr Selbstvertrauen beeinträchtigen und zu ernsthaften Störungen Ihres Alltags führen.

Obwohl die genauen Ursachen von Panikstörungen unklar sind, verläuft die Tendenz zur Panikstörung oftmals in den Familien. Es scheint auch eine Verbindung zu wichtigen Übergängen im Leben zu geben, wie zum Beispiel eine Schwangerschaft, ein neuer Job, eine Ehe oder ein Schulabschluss. Starker Stress, wie der Verlust des Jobs, der Tod eines nah stehenden Menschen, der Verlust eines Jobs oder eine Scheidung können ebenfalls Panikattacken auslösen. Panikattacken können auch durch medizinische Bedingungen und andere körperliche Beschwerden verursacht werden. Wenn Sie unter Paniksymptomen leiden, sollten Sie einen Arzt konsultieren, um auszuschließen, dass Sie an Herzproblemen, einer Schilddrüsenüberfunktion oder einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel leiden.

Wie können Sie sich bei Panikattacken selbst helfen?

Egal wie machtlos Sie sich während Ihrer Panikattacken fühlen – es ist wichtig zu wissen, dass Sie sich selbst helfen können. Mit diesen Selbsthilfetechniken können Sie Ihre Panik überwinden:

  1. Lernen Sie, Ihre Panikstörung kennen: Beobachten Sie sich während Ihrer Panikstörung und lesen Sie viel zu diesem Thema. Sie werden lernen, dass bestimmte Gefühle, die Sie in Ihrer Panik haben, normal sind.
  2. Vermeiden Sie Drogen: Zigaretten, Alkohol und Koffein können bei Menschen vermehrt zu Panikattacken führen, wenn diese unter einer Panikstörung leiden.
  3. Ängste überwindenLernen Sie aktiv, Ihre Atmung unter Kontrolle zu haben: Tiefes Atmen kann die Symptome von Panik lindern. Wenn Sie lernen, Ihre Atmung zu kontrollieren, können Sie sich beruhigen, wenn Sie sich ängstlich fühlen.
  4. Üben Sie Entspannungstechniken aus: Beim regelmäßigen Ausüben von Entspannungstechniken, wird Ihre Entspannung gefördert und Sie werden sich insgesamt ausgeglichener fühlen. Aktivitäten wie Yoga, Meditation und progressive Muskelentspannung sind gute Techniken, um sich zu entspannen.
  5. Treiben Sie regelmäßig Sport: Versuchen Sie, sich mindestens 30 Minuten täglich sportlich zu betätigen. Joggen, schnelles Spazieren, Fitnessübungen und andere Sportarten helfen Ihnen, ausgeglichener zu werden.
  6. Schlafen Sie genug: Zu wenig oder schlechter Schlaf kann eine Panikstörung verschlimmern. Versuchen Sie, sieben bis neun Stunden erholsamen Schlaf pro Nacht zu bekommen.
  7. Sprechen Sie offen mit Freunden und Familie: Symptome von Angst können sich verschlimmern, wenn Sie sich isoliert fühlen. Reden und Treffen Sie sich mit Ihren Liebsten oder suchen Sie Wege, neue Menschen kennenzulernen, mit denen Sie sich austauschen können.

Wie wird eine Panikstörung behandelt?

Die wirksamste Form der professionellen Behandlung bei Panikstörungen, ist die Therapie. Schon eine kurze Behandlung kann helfen, da hier ein für Sie geeigneter, passender Behandlungsweg gewählt wird.

Die Kognitive Verhaltenstherapie untersucht Verhaltensweisen und Denkmuster, die Ihre Panikattacken auslösen, und hilft Ihnen dabei, sich Ihren Ängsten zu stellen.

Eine Konfrontationstherapie ermöglicht es Ihnen dagegen, das körperliche Gefühl von Panik in einer sicheren und kontrollierten Umgebung zu erleben. So können Sie eine gesunde Form der Bewältigung erlernen.


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