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Sozialphobie

Erfolgreiche Auswege aus der Sozialphobie

Für Betroffene einer Sozialphobie sind mögliche Beurteilungen von anderen Menschen einfach nur grauenhaft und im Mittelpunkt stehen ist oft mit schamhafter Peinlichkeit verbunden. Ständig kreisen die Gedanken darüber, ob Mitmenschen etwas Negatives über sie denken.

Panikattacken, körperliche Beschwerden und ein hoher Leidensdruck zählen zu den häufigen Begleiterscheinungen dieser Angststörung. Die Folgen können die Flucht in eine Sucht oder auch in die soziale Isolation sein.

Doch es gibt Hilfe. Neben Verhaltenstherapie und medikamentöser Behandlungen, ist es wichtig, das Selbstbewusstsein der Betroffenen zu stärken.

Ursachen einer Sozialphobie

SozialphobieDie Gründe für die Entstehung einer Sozialphobie sind noch nicht eindeutig geklärt. In der medizinischen Forschung glaubt man, dass bereits frühkindliche Erfahrungen prägend sind und ein Auslöser einer Sozialphobie sind. Deshalb geht man davon aus, dass sich eine soziale Phobie bereits als Kind oder Jugendlicher entwickelt.

Doch auch traumatische Erlebnisse im Erwachsenenalter können eine Ursache sein. Darüber hinaus spielt die Persönlichkeit eine entscheidende Rolle. Oft sind Menschen, die unter einer Sozialphobie leiden, von Natur aus schüchtern und introvertiert. Aber auch ein abwertender Erziehungsstil kann für eine Angststörung mitverantwortlich sein.

Symptome und Begleiterscheinungen bei einer Sozialphobie

Die Symptome einer Sozialphobie sind sehr vielfältig. In Situationen, die die Angst auslösen, kommt es sowohl zu psychischen wie auch körperlichen Reaktionen. Dazu zählen mitunter:

  • Erröten
  • Zittern
  • Herzrasen
  • Schweißausbrüche
  • Übelkeit
  • Verkrampfungen

Angstauslösende Situationen beginnen bereits, wenn sich Betroffene mit anderen Menschen verabreden möchten oder beim Einkaufen. Häufig wird es besonders schlimm, wenn Menschen mit einer sozialen Phobie in den Mittelpunkt gerückt werden. Scham und Versagensängste kommen auf.

In Folge dessen vermeiden viele Betroffene solche Situationen und kapseln sich immer mehr ab. Das erschwert in den meisten Fällen das Alltagsleben und erhöht den Leidensdruck.

Hinweis: Für viele sind Drogen und Alkohol oft der einzige Weg, um es erträglicher zu machen. Doch damit werden sie nur weiter in den Kreislauf aus Ängsten gezogen. In manchen Fällen kapseln sich Betroffene komplett von ihrer Umwelt ab.

Sozialphobie bei Kindern und Jugendlichen

Schon im Kindergartenalter kann eine soziale Phobie auftreten. Doch gerade im Kindesalter ist die Diagnosestellung nicht immer einfach. Denn aus manch scheuem Kind, ist ein aufgeschlossener Erwachsener geworden. Wie ein Kind reagiert, hängt außerdem schon in frühen Jahren von der Erziehung und von der eigenen Persönlichkeit ab.

Soziale AngstDennoch gibt es einen Unterschied zwischen einer Phase und langfristigen Symptomen. Zu den Merkmalen, die für eine Sozialphobie im Kindesalter spricht, sind mitunter das Erröten, Zittern, schwitzige Hände und die ständige Vermeidung von Blickkontakt.

Weitere Symptome, die nicht immer mit einer Sozialphobie in Verbindung gebracht werden, sind Schlaf- sowie Sprachstörungen, Bauchschmerzen, Atemnot und Nägelkauen.
Hinweis: Wichtig ist es, grundsätzlich Kummer und Ängste der Kinder ernst zu nehmen. Schon ein Schulwechsel, ein Umzug in eine andere Stadt oder Mobbing belasten Kinderseelen.

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Sozialphobie

Auch wenn der Krankheitsverlauf bereits chronisch ist, so gibt es erfolgreiche Behandlungsmethoden. Eine Sozialphobie lässt sich oftmals durch eine Verhaltenstherapie in den Griff bekommen. Dort werden Betroffene unter anderem mit ihren Ängsten konfrontiert, um sie überwinden zu können.

Aber auch Medikamente, vorwiegend Antidepressiva, und Selbsthilfegruppen zeigen beim Kampf gegen die Angst Erfolg.

Wie Angehörige helfen können

Für Angehörige ist es nicht immer einfach, das Leiden der Betroffenen zu verstehen, weil sie selbst diese Ängste nicht durchstehen müssen. Doch oft möchte man helfen, weiß aber nicht, wie man sich wirklich hilfreich verhält. Hier einige Tipps:

  • Nicht nur Betroffene, sondern auch Angehörige sollten die Angststörung akzeptieren, ohne sich jedoch abhängig zu machen.
  • Auch bei einer Panikattacke sollten Angehörige Betroffene ermunternd, die angstauslösende Situation durchzustehen
  • Wichtig ist es, dass Angehörige keine Aufgaben übernehmen, nur weil es dem Betroffenen Angst macht. Vielmehr sollte man unterstützend wirken, in dem man die Selbstständigkeit und das Selbstbewusstsein der Betroffenen fördert.

Tipps für Betroffene

Auch Betroffene selbst können neben einer Therapie oder einer medikamentösen Behandlung selbst etwas gegen ihre Angst tun.

  • Zunächst ist es einmal entscheidend, sich seinen Ängsten bewusst zu werden. In welchen Situationen kommt die Angst und welche Symptome ruft sie hervor. Anstatt nun die altbewährte Vermeidungstaktik auszugraben, sollte man sich schrittweise dem entgegenstellen.
  • Je mehr man zu sich selbst findet und weiß, wer man ist und auch weiß, dass man viele gute Eigenschaften besitzt, werden viele angstauslösende Situationen erträglicher oder verschwinden ganz einfach.
  • Als Betroffener sollte man aufhören, sich mit Alkohol, Drogen oder anderen Mitteln zu betäuben, um die eigenen Ängste nicht mehr spüren zu müssen. Doch das ist ebenso eine Vermeidungstaktik, die dauerhaft nur für mehr Ängste sorgt.

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