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Symptome einer Panikattacke

Viele Menschen in Deutschland wissen, was es bedeutet, an einer Angststörung zu leiden, die mit Panikattacken einhergeht. Die Angst überrollt die Betroffenen meist aus dem Nichts, oder macht sich in bestimmten Situationen bemerkbar. Je nach Ausprägung kann sie den Alltag der Betroffenen unter Umständen stark einschränken. Was genau steckt hinter dieser Störung und wie äußert sie sich?

Panikattacke, was ist das?

Panikattacke SymptomePanikattacken sind heimtückisch, denn sie kündigen sich nicht an, sondern kommen wie aus heiterem Himmel. Der Körper und die Psyche reagieren vehement, beim ersten Mal jedoch in kompletter Entspannung, was dazu führt, dass Betroffene z.B. oft den Arzt aufsuchen in der Annahme, sie seien krank.

Je nach Panikattacke kann sich dies aber auch anders äußern. Mit der Zeit nehmen diese immer wiederkehren Attacken eine sehr unangenehme Form an, dann es entwickelt sich eine Angst vor den Panikattacken, die die Symptome zusätzlich verschlimmern und den Betroffenen mit der Zeit dazu bringen, sich vermehrt zurückzuziehen.

Die Symptome einer Panikattacke am Beispiel erklärt

Nach einer stressigen Woche beschließen Sie, noch einen Einkaufsbummel zu machen, als Sie auf der Rolltreppe Probleme bekommen. Ihr Herz pocht heftig und Schweißperlen bilden sich auf Ihrer Stirn. Das Atmen fällt Ihnen schwer, weshalb Sie beginnen nach Luft zu schnappen. Ein Gefühl der Taubheit macht sich in Armen und Beinen breit, sie beginnen zu zittern und verlieren fast das Bewusstsein. Nun bekommen Sie Angst, denn Sie wissen nicht, was passiert. Es könnte auch ein Herzinfarkt, oder Schlaganfall sein. In Ihrer Not alarmieren Sie einen Arzt, der nach gründlicher Untersuchung keine organischen Gründe feststellen kann. Nach weiteren Untersuchungen diagnostiziert Ihr Arzt das körperlich bei Ihnen alles in Ordnung ist und es sich um eine Panikattacke gehandelt hat.
Ein paar Wochen später überrollen Sie nun ähnliche Symptome einer Panikattacke, als Sie in aller Ruhe ein Buch lesen. Der Teufelskreis beginnt. Sie bekommen Angst, dass es jederzeit beginnen kann, die Anfälle häufen sich, es entwickelt sich eine Angststörung.

Die Panikattacke im Detail:

Die Symptome einer Panikattacke kommen abrupt und dauern nur sehr selten länger als 30 Minuten, wobei nach. 5-10 Minuten die größte Angst einsetzt.
Dabei sind folgende Symptome einer Panikattacke oft zu beobachten:

  • Vegetative Symptome, d.h. Symptome, die nicht bewusst steuerbar sind. Zu ihnen zählen
    Herzsymptome, wie Herzrasen, Herzklopfen
  • Symptome der Atmung, wie Kurzatmigkeit und Engegefühl, Schmerzen in der Brust
  • Schweißausbrüche, Frieren
  • Magenbeschwerden, wie Übelkeit und Druck
  • Kreislaufbeschwerden, wie Schwindel
  • Empfindungsstörungen, wie Zittern, Taubheitsgefühl, Kribbeln
  • Angst zu Sterben

Die Symptome einer Panikattacke variieren aber stark in ihrer Ausprägung. Es treten nie alle Symptome gleichzeitig auf, sondern nur einzeln.

Hinweis: Wenn Sie den Verdacht haben, Symptome einer Panikattacke zu haben, so lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt gründlich untersuchen, um körperliche Ursachen auszuschließen.

Wie können Betroffene mit den Symptomen einer Panikattacke umgehen

Eine Panikattacke zu erleiden kann sehr lästig sein und den Alltag ungemein einschränken. Um die Symptome einer Panikattacke in den Griff zu bekommen, müssen Sie den Teufelskreis der Angst durchbrechen.

Generalisierte AngststörungDieser entsteht dadurch, dass harmlose Angstzeichen, wie Verstärkung der Atmung bedrohlich empfunden werden. Der Betroffene befindet sich in der Erwartung, dass die Angst erneut einsetzt, was zur Verstärkung der Symptome einer Panikattacke führt und diese dadurch erneut auslöst.

Als Betroffener müssen Sie um den Nutzen der Angst wissen, der Menschen in der Vergangenheit vor Gefahren schützte und Ihnen dadurch half, zu überleben. Die Symptome einer Panikattacke sind an sich nicht gefährlich. Wenn Sie es schaffen, dies zu verinnerlichen und bei den nächsten Abzeichen ruhiger bleiben, so wird der Körper milder reagieren.

Dies kann nur dadurch gelingen, dass Sie sich der Angst stellen. Die Dauer der Attacke ist mit 30 Minuten absehbar, der Verlauf ist kontrollierbar. Die Attacke beginnt, erreicht ihren Höhepunkt und schwillt wieder ab, wie eine Welle. Gehen Sie bewusst in diese Angst hinein und nehmen Sie war, wie sich die Symptome der Panikattacke verändern. Sprechen Sie sich gut zu und Warten Sie bis die Welle wieder abebbt. Die Symptome der Panikattacke werden auf diese Art milder verlaufen, da die Erwartungsangst nicht gegeben ist.

Zu Beginn können Sie im Gedanken arbeiten und sich Situationen vorstellen. Später sollten Sie bewusst Orte aufsuchen, an denen eine solche Attacke ausgelöst worden ist und erneut mit der gleichen Einstellung in die Angst hinein gehen. Es ist auf diese Weise möglich, die Panikattacken unter Kontrolle zu bekommen, oder gar komplett zu besiegen

Fazit

Panikattacken sind äußerst unangenehm für Betroffene und schränken die Lebensqualität stark ein. Dennoch ist es möglich, seine Angst unter Kontrolle zu bekommen. Sollte man alleine nicht zurechtkommen, so scheuen Sie nicht davor zurück, professionelle Hilfe zu holen. Sprechen Sie mit ihrem Hausarzt und lassen Sie sich beraten, welche Schritte in Ihrem Fall jetzt angebracht sind.


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