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Versagensangst

Die Angst vom Scheitern

Die Angst in alltäglichen Situationen zu versagen, kann jeden treffen. Eine schlimme Tatsache ist, dass Versagensangst zu einer der größten Erfolgs-Blockaden gehört. Grundsätzlich steht vor jeder Prüfung, jeder Lebensaufgabe und jeder Herausforderung die Möglichkeit zu scheitern.

Extreme Angst

Doch Menschen, die unter Versagensangst leiden, sehen diese nicht als einfache Alltagssituationen, sondern empfinden dabei eine enorme Belastung. Betroffene Menschen sind in solchen Momenten nicht in der Lage, ihr wahres Potenzial zu zeigen oder geben bereits im Voraus auf: Die Angst vor Kritik oder Ablehnung ist zu diesem Zeitpunkt viel stärker.

Oft führt die Versagensangst im entscheidenden Moment zur absoluten Lähmung, denn die Angst die eigenen Erwartungen nicht erfüllen zu können, drängt alles in den Hintergrund. Leicht ist der Weg zur Angstüberwindung nicht, doch mit entsprechenden Methoden können sich Betroffenen von der Versagensangst befreien.

Symptome der Versagensangst

Wie stark die Angst vorm Versagen bei einer Person ausgeprägt ist, zeigen auftretende Symptome, wie Panikattacken, Schwitzen, Zittern, Lähmung und ähnliches. Diese treten meistens schon weit vor einer bestimmten Herausforderung oder Aufgabe auf.

VersagensangstBereits der Gedanke an die Präsentation, das Date, das Gespräch mit dem Vorgesetzten, die Prüfung genügt bereits, um eine Panikattacke bei den Betroffenen auszulösen – dementsprechend suchen sie dann nach Ausreden, zaudern und zögern das Ganze heraus.

Personen, die an Versagensangst leiden, schildern oft folgende Symptome: Atemnot, Brustdrücken, körperliche Anspannung, Nervosität, Herzrasen, Schweißausbrüche, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Fluchtgedanken, Durchfall und allgemeine Magen-Darm-Beschwerden.

Diese physischen und psychischen Symptome führen von Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen bis hin zu Denkblockaden und sogar Blackouts.

Selbstsabotage: Angst vor Fehlern

Die schlimmste Folge, die diese Angststörung mit sich trägt, ist mit Sicherheit die Selbstsabotage. Betroffene bleiben auf Dauer unter ihren Möglichkeiten und hindern sich ständig am Vorankommen. Eine weitere Phobie, die der Versagensangst verwandt ist, ist die Atychiphobie: Die Angst vor eigenen Fehlern. Die führt Betroffenen dazu, eine Vielzahl an Handlungen und Vorhaben zu vermeiden, damit keine Risiken eingegangen werden und dementsprechend das Scheitern zu eliminieren. Auf der intellektuellen Ebene wissen solche Menschen, dass es menschlich und in Ordnung ist Fehler zu machen. Doch diese Tatsache intuitiv und emotional zu verarbeiten stellt für sie eine wahre Herausforderung dar: Übertriebene und unnötige Ängste und Schuldgefühle sind immer dabei.

Hinweis: Oft ist für diese Phobie eine psycho-therapeutische Behandlung nötig.

Was sind die Ursachen dieser Angststörung?

Hinter der Versagensangst befindet sich die Gewissheit möglicherweise Fehler zu machen und die Sorge vor dieser Ungewissheit, die Angst in entsprechenden Situationen die erwartete oder erwünschte Leistung nicht zu bringen, überschattet alles.

Viele Psychologen stehen hinter der Vermutung, dass Ursachen dieser Phobie bereits in der Kindheit liegen. Zurückgeführt wird die Versagensangst auf die Erziehungs-Missachtung und auf wenig Anerkennung oft durch die eigenen Eltern: Betroffene haben in ihrer Kindheit gelernt verstoßen zu werden, wenn Erwartungen der Eltern nicht erfüllt wurden und fühlten sich nicht liebenswert.

Auch das persönliche, kulturelle und gesellschaftliche Umfeld in der späteren Sozialisierung wird als Ursache der Versagensangst gesehen, denn die individuellen Werte sind mit der Sozialisierung stark verbunden.

Gute Tipps: Versagensangst erfolgreich überwinden

Hier sind einige nützliche Tipps, die Betroffenen helfen können, ihre akute Versagensangst zu überwinden und Lähmungen in wichtigen Momenten ihres Lebens eindämmen zu lassen.

Sammeln der eigenen Erfolge

Ängste überwindenWenn man sich ein paar Minuten pro Tag Zeit nimmt und sich die bisherigen eigenen Erfolge vor Augen führt, kann das für Betroffene von großem Vorteil sein. Indem man sich an erfolgreich abgeschlossene Projekte und Erfolgserlebnisse erinnert, stellt man sich den eigenen Versagens-Prognosen und beweist sich selber, dass man vieles im Leben schaffen kann.

Visualisierung des Erfolgs

Auch wenn man sich genau vorstellt, wie die bevorstehende Herausforderung erfolgreich abgeschlossen wird, kann die eigene Angst deutlich reduziert werden. Dabei ist es wichtig, sich nicht auf die Risiken zu fokussieren, sondern auf den möglichen Chancen und den potenziellen Erfolg. Den Erfolg emotional vorwegnehmen und sich das positive Gefühl vorstellen, kann von großer Hilfe sein.

Körperliche Entspannung

Grundsätzlich werden Gefühle wie Panik und extremer Stress von der Versagensangst erzeugt – klar zu denken ist dabei schwer. In dieser Situation ist es ziemlich hilfreich, wenn man sich auf solche physischen Auswirkungen fokussiert und diese mit Entspannungsübungen (Meditation, Bewegung, autogenes Training) beseitigt. Je entspannter der Körper, desto kleiner die Angststörung.

Ein zusätzlicher Tipp auf dem Weg zum Erfolg:

Das Schreiben eines Erfolgstagebuchs ist von enormer Hilfe. Wenn man viele große und kleine Erfolge schriftlich festhält, kann man sich daran jederzeit erinnern und dementsprechend die Versagensangst um einiges reduzieren.


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